10. Airport Night Run Berlin am 09.04.2016

Am vergangenen Samstag war es so weit, der Airport Night Run in Berlin feierte 10 jähriges Jubiläum. Für mich war der Airport Night Run immer der Lieblingslauf in Berlin und am Samstag war es bereits meine 4. Teilnahme in den letzten 5 Jahren. Vor allem seitdem der Lauf in den Abendstunden startet, ist der Spaßfaktor noch höher als in den vorherigen Jahren. Bei der Hinfahrt zeichnete sich jedoch schon ein leichtes Verkehrschaos ab, welches jedoch am Abend zum Horror wurde. Dazu aber später mehr. Beim Ankommen wird man vom Erscheinungsbild des BER fast schon erschlagen. Rein optisch sieht der Flughafen sehr gut aus und es ist erstaunlich, dass dieser Komplex komplett ungenutzt in der Gegend steht. Doch mehr als ein kurzer Blick über das Gelände ist nicht möglich, da die Zeit verfliegt und der Start in wenigen Sekunden losging.

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Der erste Kilometer ist von Kurven, Engpässen und Traben gezeichnet, ein richtiges Laufen geht kaum. Trotzdem laufe ich neben dem 55er Pacemaker. Da ich mit meiner TomTom Runner Cardio laufe, kann ich mein Rennen optimal einteilen und zum ersten Mal mit Puls einen Wettkampf laufen. Ich lasse den 55er Pacemaker ziehen, da mir die Zeit zu optimistisch erscheint und plane einen 170er Puls bis km7.

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Ich halte mich brav an mein Ziel, muss dafür jedoch auch den ein oder anderen an mir vorbeiziehen lassen. Der innere Zwang mitzuhalten und anzuziehen ist extrem, ich hole aber lieber auf den letzten 3km noch was raus anstatt bei km7 schon platt zu sein. Bei km5 gibt es eine kleine Licht- und Musikeinlage sowie die Wasserstation. Zudem wird es immer dunnkler, sodass die Beleuchtung des BER und auch aller anderen Lichter gut zur Geltung kommt.

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Bei km7 ist es dann so weit und ich zieh an. Puls 180. Bis km9 überhole ich den einen oder anderen Läufer und merke, dass doch mehr geht als gedacht. Ab km9 bis zum Ziel heißt es dann nochmal alles geben. Puls bei 190 und ein Läufer nach dem anderen wird überholt. Die flache Strecke bietet sich aber auch sehr gut an, um entsprechend schnell zu laufen. Meine Zielzeit ist knapp 55 Minuten. Natürlich keine Superzeit, aber ich hätte gedacht, dass ich doch schlechter sein werde.

So toll der Lauf war, so schlecht ist leider alles, was danach kam. Der Verpflegungsbereich ist sehr eng bebaut und die Schlange zum Bier gefühlte 100m. Nachdem ich mir eine Cola und einen Apfel geschnappt habe, wollte ich mir fix umziehen. Doch leider musste man sehr geduldig sein. Bei der Kleiderausgabe musste ich ca. 10 Minuten warten, da mein Stand leider unorganisiert und unterbesetzt war. Das Warten in der nun doch sehr kalten Nacht war super unangenehm. Als ich dann endlich umgezogen war hieß es ins Parkhaus, ab nach Hause und heiß duschen. So war jedenfalls der Plan. Die Realität sah anders aus. Alle Teilnehmer waren auf zwei Parkhäuser verteilt, die wiederum alle auf eine einspurige Ausfahrt zu liefen. Dies führte dazu, dass wir 55 MINUTEN im Parkhaus standen und uns keinen einzigen Meter bewegt hatten. Was man sich bei dieser Planung gedacht hat war ein Rätsel. Zumal es sicherlich Leute gab, die noch länger warten mussten als wir.

Für mich war der Airport Night Run Berlin sehr toll. Ob ich aber am nächsten Jahr teilnehmen würde, sofern er stattfindet, das weiß ich nicht wirklich. Die Fahr nach Hause hat viel kaputt gemacht.

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7 Kommentare

  1. Fand auch das der Platz für die Verpflegung nach dem Lauf nicht optimal gewählt war. Ansonsten super Stimmung. Parkhaus hatten wir kaum Probleme.

    1. Die Verpflegung war wirklich nicht so optimal. Das ewige Rumstehen und dann die Treppe da runter. Der Eingang nur gefühlte 50cm breit….

      Also wir waren in der 4. Etage und da ging echt nix. Das komische war ja, dass die ganze Zeit Autos aus dem Parkhaus gefahren sind.

  2. Wir haben auch eine Stunde gebraucht, bis wir aus dem Parkhaus sind… Ich fand, man muss den Airport Run mal gemacht haben, bezweifle aber, dass ich ihn noch öfter laufen werde. Mal sehen, wann der BER eröffnet wird 😉

    1. Ich glaube nächstes Jahr könnte noch möglich sein, 2018 dürfte es aber in der Form den Airport Run nicht geben. Maximal um den Flughafen oder ähnliches kann ich mir vorstellen.

    1. Die Shuttles sind m.E. auch direkt auf die Straße gekommen und konnten daher schneller weg.

      Die Bilder sehen wirklich ganz gut aus. Man kann gespannt sein, wenn der Flughafen endlich mal fertig ist.

  3. Klasse Bericht!
    Mit dem Laufen nach Puls ist das so eine Sache – es ist sicher gut wenn man genau nach Plan läuft. Auf der anderen Seite nutzt man eine gute Tagesform evtl. auch nicht voll aus. Aus meiner Sicht bekommt man mit der Erfahrung ein immer besseres Gefühl dafür, was möglich ist und wie man sich den Lauf einteilt, wobei auch der Puls dabei hilft. Bin da selber noch am Ausprobieren 😉
    Das mit dem Parkhaus ist ja echt ärgerlich. Man könnte noch überlegen, ob man mit der Bahn fährt, wobei der Flughafen ja schon ein bisschen weit draußen ist.
    Grüße, Daniel