Es ist wieder Marathon in Berlin…

Es ist wieder Marathonwochenende in Berlin. Die Straße des 17. Juni ist abgesperrt, die Straßen sind aufgrund der Parkverbote leer und meine Timeline ist voll mit Läufern, die sich ihre Startnummer abholen. Auch mein Freundeskreis füllt sich immer mehr mit Leuten, die nun anfangen Marathon und Halbmarathon zu laufen. Und es fällt mir immer mehr auf, wie sehr ich mich von all dem distanziere. Meine Einstellung zum Laufen hat sich in den letzten Jahren extrem gewandelt. Vor fünf Jahren hatte ich klare Ziele, die ich erreichen wollte. Den Halbmarathon unter 2 Stunden und die 10km unter 50 Minuten. Diese Ziele habe ich mehr oder weniger erreicht. Doch neue Ziele habe ich nicht.

Trainingsplänen folgen macht mir immer weniger Spaß. Wenn ich mir den Plan für den Halbmarathon auf sportscheck anschaue, dann wird mir klar, das ist mir zu viel. Nicht falsch verstehen. Mein Sportpensum ist hoch und ich habe kein Problem damit mich zu quälen. Aber Laufen ist für mich mehr und mehr Ausgleichssport geworden und nicht mehr mein Fokus. Ich habe mehr Spaß daran nach der Arbeit 5km zu laufen anstatt am Wochenende 30km. Und das ist aus meiner Sicht das Wichtigste. Man muss den Sport mit Spaß machen und wenn es heißt, dass man sich keine Ziele setzen sollte und auch keine Limits, dann ist dies der richtige Weg.

Aus diesem Grund gibt es auch immer weniger in meinem Blog. Es passiert einfach wenig. Ich habe keine tollen Laufevents von denen ich berichten kann, ich laufe fast nur noch die selben Laufschuhe und es gibt kein Equipment, was ich mit Herzblut vorstellen möchte. Das Laufblogger-Camp dieses Jahr war mein Highlight. Aber wirklich darüber berichten und darüber schreiben, da hat mir doch die Lust gefehlt.

Mir macht Laufen immer noch sehr viel Spaß und ohne kann ich mir nicht vorstellen. Ob ich aber jemals wieder mir klare Ziele setze und 5 Wettkämpfe pro Jahr laufen werden?

Im Moment bezweifel ich das.

Fotocredit: Copyright SCC EVENTS/Camera4

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4 Kommentare

  1. Ich bin auch langsam an dem Punkt, nicht mehr stur nach neuen Bestzeiten zu laufen, sondern mehr aus Spaß. Daher will ich 2017 auch mehr Spaßwettkämpfe machen, wo ich die Strecke und den Event geniessen kann und nicht nur im Tunnel durchballere. Lass uns doch auch mal wieder eine Runde drehen… LG, Daniel

    1. Hey Daniel,
      ich finde auch, dass das Laufen dadurch wieder eine neue Qualität bekommt.
      Wir sollten wirklich mal wieder was machen. Vielleicht sieht man sich ja demnächst wieder bei Nike oder bei JF 🙂
      Beste Grüße
      Phil

  2. Schöner Beitrag! 🙂 Finde diese Wettkämpfe immer sehr aufregend. Wobei ich persönlich nicht so der Läufer bin. Aber für interessante und spektakuläre Wettkämpfe bin ich als Zuschauer immer zu haben 😀

  3. Sehr schön geschrieben! Ich laufe in meiner Freizeit auch sehr gerne, aber ein Marathon könnte ich niemals schaffen! Da ist leider der innere Schweinehund noch zu groß. Vollsten Respekt für den Marathon!
    LG Sebastian