Trink Laufblogger Camp 2017

Beim diesjährigen Trinkblogger Camp….eh ich meinte natürlich Laufblogger Camp lockte uns Daniel nach 3 Jahren Harz zu sich in die Heimat. Genauer gesagt in das Schloß Balgstädt / Sachsen-Anhalt. Daniel II war sichtlich geblendet vom hochherrschaftlichen Namen und dachte tatsächlich, dass wir irgendwelchen Luxus genießen werden. Der „Luxus“ bestand aus 5er Zimmern mit etwas, dass man annähernd als Bett bezeichnen könnte sowie einer Dusche/Toilette für 9 Blogger.

Bereits am Freitagabend verstehen Daniel, Andreas und Thomas den Sinn vom Camp nicht ganz und erkunden läuferisch die Umgebung. Hannes, Caro, Eddy und ich, bleiben im Schloßgarten zurück und beginnen mit dem richtigen Training: wir trinken Bier. Die ersten sicherlich aufgrund ihrer Verletzungen, Eddy und ich aufgrund unseres Ehrgeizes als Sportler. Heimo stieß spät abends als letzter zu unser Gruppe und brachte bayrisches Bier, damit keiner von uns dehydrierte.

Gemäß unserer Bloggercamp Tradition, jedes Jahr weniger laufen und mehr trinken, ging es am Samstagfrüh zur gemütlichen Kanufahrt. Mein Team, bestehend aus Daniel II und Eddy, zeigt natürlich direkt am Anfang wo der Hase im Pfeffer begraben liegt. Neue Rekorde im Kanusprint und quasi olympische Goldmedaille sind das Ergebnis nach 2km. Der Erfolg wird gebührend beim Besuch in Boy’s Gutausschank mit 2 Flaschen Roséwein gefeiert.

Aufgrund der überragenden Fähigkeiten in unserem Boot wurde uns danach natürlich schnell langweilig. Daher beschlossen wir, unsere Tour actionreicher und die Strecke länger zu gestalten, schließlich sind wir ja Sportler. Übersetzt heißt das: Zick-zack Kurs und ständig mit vollem Tempo in die Büsche rein. Nach weiteren 4km mussten wir zu Bier und Soljanka einkehren, nachdem wir die Mittagspause des Schleusers abgepasst hatten (Zufall?). Der restliche Weg plätschert vor sich hin und ist von niederträchtigen Attacken von Hannes auf unseren Steuermann Eddy geprägt; der wurde am Ende nass.

Nachdem sich Daniel, Daniel II, Thomas, Heimo und Andreas dazu entscheiden, einen längeren Lauf inkl. Bierpausen zu unternehmen, erkunden Eddy und meine Wenigkeit die Umgebung. Nach dem ersten Kilometer ist Eddys Puls bereits bei 180 und die gespeicherte Route falsch. Natürlich helfen die netten und freundlichen Bewohner sofort weiter („einfach gerade aus“) und somit verbringen wir die nächsten 30 Minuten damit, uns im Wald zu verirren. Nachdem wir ein Warnschild passieren, laufen wir eine gemütliche Runde im Naturschutzgebiet „Tote Täler“, welches landschaftlich dann doch sehr schön war. Im Gegensatz zum irreführenden Namen wird hier probiert, eine Population von Wildpferden aufzubauen.


 

Wie jedes Jahr was das Camp ein voller Erfolg. Danke an alle die da waren, ich freue mich auf nächstes Jahr.

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15 thoughts on “Trink Laufblogger Camp 2017

  1. Danke, dass Du an meiner Seite den Weg durch die Wildnis gewagt hast, Phil. Ganz ehrlich: alleine hätte ich mich das nicht getraut und wäre spätestens nach dem Hinweis auf die freilaufenden Tiere wieder umgekehrt.

    Jetzt, wo Du das erwähnt hast, dass wir jedes Jahr weniger laufen und mehr trinken, ist mir das auch bewusst geworden. Ich überlege mal, wie ich den Quotient von Menge aufgenommener alkoholischer Getränke zu gelaufenen (und ge-kanu-ten) Kilometern in ein sportliches Verhältnis setzen kann. Ich glaube, dann wäre uns trotz kürzerer Strecke ein Platz auf dem Podium sicher…

  2. Dankeschön für den Bericht Phil. Gut das euch die Wildpferde wieder zurück gelassen haben, obwohl anders herum hätten wir dann mehr Isotonische Sportgetränke für uns gehabt
    Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr
    Gruß Daniel

  3. Wenn die Reiseleitung mal wechselt, kommt sowas bei raus! Die sportliche Bilanz ist ja wirklich überschaubar, aber hey: wir werden alle nicht jünger. 2018 wird aber wieder zünftig gerannt. Da ist der Hannes auch wieder in Form und wir werden den Quotienten stark korrigieren! Die Betten sind ja der Knaller!

  4. Schöner Bericht. Lesen mir Dauergrinsen ist cool!
    Warum das Camp so oft durch das Laufen unterbrochen wurde, habe ich mich bei den anderen Bloggern schon gefragt. Ausnüchterungslauf vermute ich mal. Sowas wirft einen doch um Stunden zurück!
    Ich hoffe 2018 dabei sein zu können/dürfen, dann hat sich das mit dem Gerenne erledigt.
    Gruß Sönke

    1. Ausnüchterungslauf gefällt mir! Manchmal muss man doch pseudomäßig sich bewegen, damit man auch beim Grill mehr schaffen kann 🙂

  5. Hi Phil,
    das mit dem Trinken ist ja eine individuelle Sache… 😉 Obwohl natürlich schon richtig ist, dass ruhig ein paar mehr Laufkilometer hätten zusammenkommen können. Sagen wir einfach mal, das war ein Tapering-Camp und im nächsten Jahr setzen wir wieder eins drauf. 🙂

    1. Wer schnell laufen will musst bekanntlich langsam laufen können. Das war einfach ein Spezialtraining 🙂 Nächstes Jahr wird es wahrscheinlich wieder deutlich mehr, was die Strecke angeht. Ich fange mal mit dem Training jetzt schon an 🙂

    2. „eins drauf setzen“ heißt in diesem Fall für Phil, noch mehr Bier zu trinken? 😉

      Angesichts dieses Berichts bin ich ja froh, dass ich als Nicht-Biertrinker überhaupt dabei sein durfte! Nicht laufen zu können war dafür ja völlig egal. Oder war das nur dem Gedanken geschuldet, dass dann mehr Getränke für euch bleiben?

  6. Schöner Bericht von der dunklen Seite der (Lauf-)Macht 😉
    Nächstes Jahr gibt es von allem mehr: Mehr Getränke, mehr Laufkilometer und mehr Toiletten!

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