Airport Run Berlin 2017

Die Vorraussetzungen dieses Jahr hätten nicht besser sein können für den Airport Run. Die Waage zeigt einen dreistelligen Bereich an, auf einen durch wenig Bewegung und viel Essen geprägten Urlaub in Kapstadt folgte eine Woche Krankheit und eine zweiwöchige Trainingspause. Auch der Umstand einen Tag vor dem Lauf noch eine Bar zu besuchen war nicht förderlich für meine Verfassung am Samstag.

Trotzdem war die Vorfreude riesig, denn der Airport Run ist neben dem Tierparklauf mein Lieblingslauf und eigentlich Pflichtprogramm. Die Atmosphäre bei Dämmerung und dem vollbeleuchteten Flughafen ist unschlagbar. Im Vergleich zum Vorjahr, die An-und Abreise mit dem Auto war der Horror, entschied ich mich dieses Jahr für eine bequemere Anreise per Shuttle und muss sagen, dass der Shuttle-Service perfekt funktioniert hat. Bei der Anreise musste man keine 10 Minuten warten und die Shuttles waren auch groß genug, sodass kein Gedrängel entstand. Jeder war pünktlich an der Rennstrecke. Für die Autofahrer gab es aber sicherlich die selben Problematiken wie letztes Jahr, sodass ich nicht nachvollziehen kann, wieso man freiwillig mit dem Auto fährt.

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Aufgrund meiner körperlichen Verfassung (Übergewicht, Untertraining, Kater) hatte ich keine wirkliche Zielzeit, außer mein Minimalziel von unter einer Stunde. Mein eigentliches Ziel war es daher, mich an den 60 Minuten Pacemaker zu hängen und diesen irgendwann abzuhängen. Doch das Teilnehmerfeld war so riesig, dass der Pacemaker komplett woanders stand als ich. Der 55 Minuten Pacemaker lief zwar in meiner Nähe, war jedoch am Samstag für mich außer Konkurrenz. Nach den ersten Metern machten sich bereits Seitenstechen bemerkbar und auch mein Magen rebellierte ein wenig. Die Stunde, das wusste ich nun, wird ein harter Kampf. Zwischendurch traf ich beim Laufen Caro von earnyourbacon, die mir mit ihrer Aussage, sie möchte irgendwas über eine Stunde laufen, keinen Mut machte, dass ich mein Ziel erreiche. Nachdem ich bei km 5 aufgrund der geilen Atmosphäre wieder etwas Mut bekam, gingen die letzten km doch schneller als geplant und wie üblich mussten die finalen 2km so schnell es geht gesprintet werden. Im Ziel war ich dann knapp unter 59 Minuten, wodurch ich es irgendwie geschafft habe, die 60 Minuten nicht zu knacken. Zufrieden kann man mit dieser Zeit nicht sein, da ohne Krankheit doch mehr drinne gewesen war, denn der Winter lief trainingstechnisch gut. Jetzt heißt es das Training nicht schleifen lassen, um beim Tierparklauf doch eine bessere Zeit hinzulegen.

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5 Kommentare

  1. Ein schöner Bericht 🙂 Und toll, dass du deine Zeit dann doch noch knacken konntest. Ich war ja diesmal ausnahmsweise als persönliche Pacerin unterwegs, sonst wäre deutlich unter 1 Stunde mein Ziel gewesen. Schön, dass wir uns getroffen haben. Hoffentlich noch öfter!