EMS Training mit Bodystreet. Erfahrungen & Test

Für mich bedeutet Sport körperliche Anstrengung und Belastung mit Gewichten und viel Bewegung. Angestöpselt an ein paar Elektronen, nur 20 Minuten Training und dabei nichts machen ist für mich kein Sport. Daher waren auch meine Vorurteile gegenüber einem EMS Training (elektrische Muskelstimulation) extrem hoch. Trotzdem fand ich das Thema immer spannend, weswegen ich dann doch eine Trainingseinheit absolviert habe.
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Wie funktioniert EMS Training?

Beim EMS Training simuliert man im Prinzip ein Ganzkörpertraning mit Hilfe von Reizstrom. Normalerweise stimuliert unser Körper durch Bioelektronik die Muskulatur, sodass der Reiz von „innen“ kommt. Beim EMS Training kommt dieser Reiz jedoch von außen durch die entsprechenden externen Stromimpulse. Viele kennen solch Impulse aus der Physiotherapie, wo durch die Stromimpulse die Verletzung schneller geheilt werden soll.

Das EMS Training im Test

Leider gab es bei mir in der Nähe kein Bodystreet Studio, sodass ich zum nächsten Studio gute 40 Minuten gebraucht habe. Dort angekommen gab es ein kleines Interview, was sind meine Ziele, wo will ich hin und eine kleine Einführung in das Thema EMS. Dann ging es auch schon in die Umkleide und ich musste mich in die doch sehr enge Trainingskleidung zwängen. Ist man fertig umgezogen erhält man seine Weste und auch seine sonstige Verkabelung, auch hier sitzt alles sehr eng. Und dann geht es auch schon los. Das komplette Training dauert 20 Minuten und besteht aus drei Phasen, die sich immer wiederholen. Zuerst eine Entspannungsphase, bei der sich die Muskeln etwas erholen können. Dann schaltet die Ampel am Display auf gelb und man muss die Trainingsposition einnehmen. Springt die Ampel auf rot wird der Strom durch den Körper gejagt. Hierbei muss man die Muskelgruppen anspannen. Diese Belastung ist äußert lustig/interessant. Obwohl man ohne Gewichte arbeitet ist es schwer die entsprechenden Positionen zu halten bzw. auch teilweise die Bewegungen auszuführen. Das komplette Training absolviert man übrigens mit einem Trainer, der die Übungen erklärt, die Haltung/Ausübung verbessert und motiviert. Die Stromimpulse kitzeln etwas, sind aber angenehm auszuhalten. Aufgrund des sehr intensiven Trainings schwitzt man extrem. Wobei hier die 35° Außentemperatur sicherlich noch etwas dazu beigetragen haben.

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Mein Fazit

Mir hat das Training bei Bodystreet sehr viel Spaß gemacht. Hier auch ein großes Lob an die Trainerin. Die Belastung beim Training fand ich immer angenehm, einen Muskelkater hatte ich am nächsten Tag nur in der Gesäßmuskulatur. Hier sehe ich auch den Vorteil des EMS Trainings. Man kann ein effektives Ganzkörpertraining absolvieren, welches auch Muskelgruppen beansprucht, die im normalen Lauftraining oder im Fitnessstudio so sicherlich nicht beansprucht werden. Meine Vorurteile wurde größtenteils widerlegt wurden und das EMS Training ist eine anstrengende Sache, die auch einen Trainingserfolg hat. Aber auch hier gilt, dass man regelmäßig trainieren muss, ohne Aufwand wird auch bei einem EMS Training nichts zu holen sein. Aber: das EMS Training ist im Vergleich zum klassischen Fitnessstudio extrem teuer. Eine Trainingseinheit kostet ca. 20 Euro, empfohlen werden 4 Einheiten pro Monat. Mein Fitnessstudio kostet derzeit 19,90 und es gibt diverse Angebote für weniger. Reine Kraftübungen sind meiner Meinung nach im Studio besser, da man hier andere Trainingsimpulse setzen kann.

Aufgrund des hohen Preises und der weiten Entfernung zum nächsten Studio ist das EMS Training für mich daher nichts.

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3 Kommentare

  1. Interessante Sache. Ich war bis jetzt immer sehr skeptisch. Vielleicht soltle ich mir das auch mal anschauen. Klingt uaf jeden Fall so, als ob es anstrengend werden kann 😀

    1. Hallo Daniel,

      cool fand ich es auch und würde es auch regelmäßig machen, wenn es günstiger und in meiner Nähe wäre.
      So ist es leider nur eine nette Erfahrung geworden.

      Beste Grüße
      Phil